Jeder der drei Teile der Lehrfilmserie zeigt drei Pferde einer Altersgruppe. Im ersten Film geht es um die 4-jährigen Pferde: die Stuten Callas und Eternety und den Hengst Danaro.
Das dritte Pferd des ersten Films ist Danaro, ein 4-jähriger, fuchsfarbener Oldenburger Hengst, der von Ingrid Klimkes Mann Andreas Busacker geritten wird. Der große, im modernen Typ stehende Hengst verfügt über sehr gute Grundgangarten, hat viel Vorwärtsdrang und geht mutig die ersten Hindernisse an. Dabei ist er aber noch etwas schlacksig und unausbalanciert.
Danaro ist das jüngste aller Ausbildungspferde und wird vor dem Reiten an der Longe aufgewärmt und gelöst. Ingrid Klimke lässt die jungen Pferde in den ersten Minuten an der Longe ohne Ausbinder gehen. Man erkennt, dass Danaros mentale und körperliche Balance noch stabiler werden muss, er orientiert sich mit dem Kopf nach außen, buckelt, trabt und galoppiert zu eilig. Erst nachdem ein wenig Ruhe eingekehrt ist, werden die Dreieckszügel eingeschnallt – der Richtung und Biegung angepasst mit jeweils einem längeren Zügel an der äußeren Seite. Es ist praktisch, den Longiergurt über den Sattel zu befestigen, wenn direkt anschließend geritten wird. Um das junge Pferd zu lösen, sind an der Longe viele Übergänge vom Trab zum Galopp und umgekehrt sinnvoll, dies schult die Balance. Der Zirkel sollte möglichst groß gehalten werden.
Nach der Aufwärmphase an der Longe steigt Andreas Busacker auf. Um sicher zu gehen, dass Danaro die ersten Schritte mit Reiter nicht zum Buckeln nutzt, führt Ingrid Klimkes Assistentin Carmen Thiemann den Hengst eine Runde an der Longe. Andreas trabt an, reitet auf großen gebogenen Linien um zunächst das Tempo zu beruhigen. Auf dem Zirkel wird das Pferd immer wieder nach innen abgewendet, dies fördert die Aufmerksamkeit und die Anlehnung wird verbessert. Dann folgt der Galopp auf beiden Händen. Andreas reitet im leichten Sitz, auf dem Zirkel und ganze Bahn. Die Ecken werden abgerundet, damit der Hengst nicht aus der Balance gerät. Danaro soll lernen, in die Dehnungshaltung zu kommen, damit er den Rücken loslässt und anfängt zu schwingen.
Nach einer Schrittpause am langen Zügel, wird wieder angetrabt und ausgesessen. Zirkel, Schlangenlinien, durch die ganze Bahn wechseln – möglichst viele Variationen sind gefragt. Ziel der ersten Dressurarbeit ist es, dem jungen Hengst Sicherheit und Selbstvertrauen zu vermitteln und seine Balance unter dem Reiter zu verbessern.
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