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Egon von Neindorff

Egon von Neindorff

Eine DVD, angefüllt mit Wissen und den Erfahrungen eines Reiterlebens - das Ergebnis stundenlanger Beobachtungen von Reitern und Pferden im Karlsruher Reithaus, inklusive des Films "Schule der Reitkunst" in deutscher und englischer Sprache.

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Medium: DVD
PAL, 115 Minuten
Sprache: Deutsch/Englisch
Artikelnummer: 454701
Lieferzeit: 2-3 Tage

Artikelbeschreibung

Reitmeister, Lehrer, Pferdemann

Eine DVD, angefüllt mit dem Wissen und den Erfahrungen eines Reiterlebens. Das Ergebnis stundenlanger Beobachtungen von Reitern und Pferden im Karlsruher Reithaus, verbunden mit Egon von Neindorffs Originalkommentaren aus zahlreichen Interviews, - so wird dieses Vermächtnis zu einer Informationsquelle für den anspruchsvollen Reiter und Pferdefreund. Diese bisher unveröffentlichen Aufnahmen ergänzen das bekannte Video "Schule der Reitkunst" und geben ihm eine neue Dimension.

Die Kapitel:

- Der Film: "Schule der Reitkunst" in deutscher und englischer Fassung (ca. 45 Min.)

- Persönliches aus dem Leben des erfolgreichen Turnierreiters und Lehrers. Die Liebe zum Pferd, die Außergewöhnliches im Zusammenwirken zwischen ihm und seinen Pferden erst möglich machte.

- Das Pferd in seiner Entwicklung zum Reitpferd: Unterlegt mit Neindorffs Empfehlungen, beschreibt der Reitmeister wichtige Ausbildungsschritte von der jungen Remonte bis zum fein ausgebildeten
Dressurpferd.

- Dem Reiter empfiehlt Neindorff, sich in sein Pferd hineinzudenken. Schlüssel der Reiterei ist der unabhängige Sitz. Hat der Reiter für sich die Balance gefunden, dann erst hat er die Chance mit seinem Pferd gemeinsam ins Gleichgewicht zu kommen.

- Für die Lehre beendet Egon von Neindorff seine erfolgreiche Karriere als Dressurreiter. Seine Reitstunden, die hier dokumentiert werden, waren gelebte hippologische Sternstunden. Sein Ziel: Das harmonische Ganze mit Detailarbeit verbessern, wobei die Pferde für ihn die wichtigsten Professoren waren.

- Die Handarbeit als Ergänzung in der Ausbildung von Reiter und Pferd. Die Pferde wollten ihm gefallen, auch am Boden war er eine große Reiterpersönlichkeit. Und seine Schüler leben es weiter, von der Arbeit an der Longe bis zur ausgereiften Quadrille am langen Zügel.

- Piaffe, Passage und Schulen über der Erde formte von Neindorff in höchster Vollendung auf der Basis der reinen Lehre. Aus dem Bergauf, den tief gesetzten Pferden formte er mit seinen Bereitern aus ganz normalen Pferden schwebende Tänzer.

In den informativen und lehrreichen Kapiteln wird vollständig auf einen Fremdkommentar verzichtet. Die Bilder ergänzen und unterstützen Egon von Neindorffs Aussagen und bieten dem Betrachter Erklärungen und Inspiration.

Egon von Neindorff (* 1. November 1923 in Döbeln, Sachsen, 19. Mai 2004) verstand sich als Diener der klassischen Reitkunst und war bis vor kurzem einer der letzten Repräsentanten der Reinen Lehre.

Er erhielt seine reiterliche Ausbildung zunächst von seinem Vater, später durch bekannte deutsche Reitmeister wie Felix Bürkner, Richard Wätjen, Ludwig Zeiner, Otto Lörke und auch Alois Podhajsky. 1946 zog Egon von Neindorff nach Lörrach, gründete mit einigen mitgeführten Pferden eine Reitschule und führte das wohl erste Turnier Deutschlands durch. Von 1947 bis 1954 war er auf Turnieren außerordentlich erfolgreich. 1949 zog er mit seinen Pferden in das denkmalgeschützte Reithaus in Karlsruhe um, wo er bis zu seinem Tod im Mai 2004 als Lehrer der Klassischen Reitkunst tätig war. Seit 1954 spiegeln die öffentlichen Veranstaltungen des Reitinstituts die Arbeit des Hauses wieder und weisen immer wieder eindrucksvoll Weg und Richtung der korrekten Ausbildung. Reitmeister aus der ganzen Welt schickten ihre Schüler immer wieder zur Ausbildung zu Egon von Neindorff.

m Institut wird großer Wert auf die innere Einstellung der Reitschüler gelegt. Ethische, moralische Werte und Grundeinstellungen, eine gewisse Etikette im Umgang miteinander und mit den Pferden, gutes Benehmen, Respekt, Bescheidenheit, Höflichkeit, Selbstdisziplin und ein ordentliches Erscheinungsbild - all dies waren und sind wichtige Bestandteile der Lehre der klassischen Ausbildungsstätte. Reitkunst bedeutet, die Bewegung des Pferdes mit der geringstnötigen Anstrengung zu kultivieren, so Egon von Neindorff. Das Resultat ist das sich in jeder Gangart selbsttragende Pferd, welches auf die Anweisungen des Reiters geradezu wartet. Jedoch wird es nie zum reinen Befehlsempfänger degradiert - es ist freiwilliger Partner und gibt freiwillig sein Bestes. Der im Institut gelehrte perfekte Sitz und feinste Hilfenabstimmung bringen das Pferd in ein perfektes Gleichgewicht unter dem Reiter. Lebenslanges Arbeiten auf dieses Ziel hin ist manchmal gerade lang genug. Seit der Gründung des Reitinstituts fanden viele Reiter aus aller Welt unter seiner Anleitung Schulung, Rat und Reifung.

Egon von Neindorff war in der Tat einer der letzten Zeitzeugen und Reitmeister mit einem entsprechenden Wissen und Erfahrungsschatz, der uns noch näher bringen kann, wo die Wurzeln unserer heutigen Reitweisen eigentlich liegen und wieviel unsere eigene Lebenseinstellung und unsere Persönlichkeit immer auch unsere Art zu Reiten prägt. Es ist gerade die Einfachheit, die Schlichtheit und das Unspektakuläre, was den klassischen Meister auszeichnet. Eigenschaften, die in der heutigen kommerzialisierten Reitwelt und beim Bedienen des Massenpublikums nicht von Vorteil sind. Egon von Neindorff ist unter anderem Inhaber des
Bundesverdienstkreuzes und des deutschen Reiterkreuzes in Gold.

Am 19. Mai 2004 ist Egon von Neindorff verstorben. Noch wenige Stunden vor seinem Tod hat er seinen Schülern Unterricht gegeben.

Ein Nachruf zum Tode von Egon von Neindorff (von Roland Blum aus Freizeit im Sattel)

"Seine Pferde wollten ihm gefallen" Ich bin traurig. Er wollte mir noch so viel in die Kamera sagen. Seit Wochen haben wir es immer wieder verschoben und am Telefon lange und ausgiebig miteinander philosophiert. Egon von Neindorffs Thema: das Pferd, der Mensch - der Reiter und die Reiterei. Viele dieser Gedanken klingen mir
jetzt im Ohr.

Seit den Dreharbeiten zu meinem Film "Schule der Reitkunst" hat sich eine Freundschaft entwickelt, die mich in meiner Einstellung und im Verstehen des Pferdes in neue Welten geführt hat. So ging es sicher vielen - "Hüter des Grals" hat man ihn auch genannt.

Am 19. Mai ist er gestorben, Egon von Neindorff, ein Reiter. Ja, ein Reiter, der in Bescheidenheit, wie er immer sagte, der Sache im Sinne der reinen Lehre diente. In ihm vereinigten sich neben seinem großen reiterlichen Talent ein riesiges theoretisches Wissen und die Fähigkeit, das Gelernte und Erfühlte an andere weiterzugeben. Und über allem stand seine Liebe zum Pferd. Auch wenn in seinem städtischen Stall nur wenige Paddocks und keine grünen Koppeln zur Verfügung standen, waren Neindorffs Pferde glücklich. In keinem Stall habe ich so viele Pferde bei guter Gesundheit und Lebensfreude alt werden sehen. Es ist das Wissen aus der Zeit, als das Pferd noch ein wertvolles Wirtschaftsgut war, das Pferde so alt werden lässt. Egon von Neindorff hatte dieses Wissen tief verinnerlicht. Mager hat er seine Pferde allerdings nie gehalten, er mochte sie eher glatt und rund. Und die Pferde wollten ihm gefallen. Wenn er in der Reitbahn seine Stimme erhob oder ein Pferd an die Hand nahm, ging eine magische Wirkung auf die Tiere über. Die Pferde waren seine Partner, seine Arbeit nicht vergleichbar mit dem Gurutum, das er für eine Fehlentwicklung der jüngeren Zeit hielt. Sein Leitfaden war die von den Regeln der klassischen Reitkunst geprägte Kontinuität. "Treiben, aufnehmen, leichter werden", seinen Schülern werden die oft sparsamen Kommandos sicher noch lange in den Ohren klingen. Für ihn waren allerdings seine Pferde die wichtigsten Lehrer, und er verstand es meisterhaft, mit der richtigen Auswahl des Pferdes seine Schüler kontinuierlich zu fördern. Was für ein Lehrer, was für ein Pferdemann, ich werde ihn sehr vermissen. Roland Blum

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